Kleine Gemeinheiten des Alltags
Ich rufe bei meinem Arzt, nennen wir ihn ABC an, und eine Sprechstundenschwester geht an den Apparat: “Ja guten Tag Arztpraxis ABC, XYZ am Apparat?”
Voller Zuversicht beginne ich, meine Bitte um Terminverschiebung zu äußern. Ich grüße freundlich und beginne mit “Ich habe bei Ihnen am 07. August um 10 Uhr einen Termin, den ich g…” und ich werde unterbrochen: “Moment, ich habe Patienten…”
Und so warte ich…
2 Minuten …
5 Minuten …
Ich höre im Hintergrund Privatgespräche mit ihren Kollegen und undefinierbare Geräusche …
warte 10 Minuten … bin sehr geduldig.
Ab und zu rufe ich ein verzweifeltes “Hallo?” in den Telefonhörer, in der Hoffnung jemand möge mich doch erhören.
Nach 12 Minuten knackt es, die Schwester fragt noch ein kurzes “Hallo?” in den Hörer und mit dem ersten Wort meinerseits höre ich das klacken eines aufgelegten Telefonhörers.
Ich versuche sofort einen kühnen Rückruf, gebe jedoch nach dem 10ten Mal Klingeln auf.
Nur 5 Minuten später suche ich mir per Internet einen neuen Arzt und mache unkompliziert einen Termin mit einer freundlichen Sprechstundenschwester.
Wären Ärzte, bzw. Schwestern Dienstleister und von ihren Kunden bzw. Patienten finanziell abhängig, wäre das erste Gespräch wahrscheinlich anders gelaufen…

Dies ist mein privates Blog. Hier lasse ich mich über meine Reisen, meine Hobbies und alles, was mir so einfällt aus. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen.
June 9th, 2009 at 09:06
mir scheint, es ist noch nicht bis zu den ärzten durchgedrungen, dass sie sich im sektor der dienstleistungen befinden. es gibt auch wahrscheinlich zuviele kranke, die keine wahl haben, dass immer genug kundschaft da ist. eigentlich besonders ärgerlich, weil grade zu einem arzt geht man ja nicht zum vergnügen…
June 9th, 2009 at 10:10
Das ist ja doch schon ziemlich unverschämt. Da habe ich mit meinem Arzt wohl noch ziemliches Glück.